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AUS- UND WEITERBILDUNG

Erwartungen der Wirtschaft an Hochschulabsolventen

Die wichtigsten Ergebnisse der Umfrage

  • Zufriedenheit mit den neuen Abschlüssen sinkt

Knapp zwei Drittel der Unternehmen gaben an, dass sich ihre Erwartungen an die neuen Studienabschlüsse erfüllt haben. Dieser Wert ist seit der letzten Umfrage aus dem Jahr 2007 allerdings leicht gesunken, obwohl die Anzahl der Absolventen mit den neuen Studienabschlüssen in den Unternehmen zugenommen hat. Dies muss ein Warnsignal für die Hochschulen sein, die Beschäftigungsfähigkeit der Absolventen und damit die Akzeptanz der neuen Abschlüsse zu verbessern.

Inzwischen haben 45 Prozent der Unternehmen Erfahrungen mit Absolventen der neuen Bachelor- und Master-Studiengänge gemacht. Im Vergleich zur letzten Umfrage aus dem Jahr 2007 hat sich dieser Anteil verdoppelt.

  • Praxisferne ist der Hauptgrund für Trennungen

25 Prozent der Unternehmen, die sich in der Probezeit von Mitarbeitern wieder getrennt haben, bemängeln die unzureichende Umsetzung der fachlichen Kenntnisse in der Unternehmenspraxis. Über alle Abschlüsse hinweg gelingt es also einem beträchtlichen Teil der Absolventen nicht, das erlernte Wissen mit der Praxis im Unternehmen zu verknüpfen.

  • Persönlichkeit ist entscheidend - Fachwissen ist nicht alles

Die Top-Kompetenzen, die die Unernehmen von Hochschulabsolventen erwarten, sind Einsatzbereitschaft, Verantwortungsbewusstsein, selbstständiges Arbeiten, Kommunikations- und Teamfähigkeit. Das Fachwissen ist zwar ebenfalls sehr wichtig, es wird aber nach Abschluss eines Fachstudiums als selbstverständlich vorausgesetzt.

Entgegen der öffentlichen Wahrnehmung spielen Auslandserfahrungen und das Einhalten der Regelstudienzeit nicht die entscheidende Rolle für die Mehrheit der Unternehmen. Stattdessen werfen die Unternehmen einen wesentlich detaillierteren Blick auf die Absolventen und schätzen vor allem soziale und persönliche Kompetenzen.

  • Probleme bei dualen und berufsbegleitenden Studiengängen

Viele Unternehmen haben bereits Erfahrungen mit dualen Studiengängen gemacht, vor allem an Fachhochschulen (18 Prozent) und Berufsakademien (22 Prozent). Auch berufsbegleitende Studiengänge zur Weiterbildung der Mitarbeiter sind beliebt. Allerdings weisen 52 Prozent der Unternehmen auch auf Probleme hin: Vor allem mangelnde Informationen seitens der Hochschulen und fehlende Angebote mit geeigneten Studienfächern und passenden Vorlesungszeiten werden kritisiert.

  • Fachkräftemangel nimmt zu - Unternehmen steuern dagegen

41 Prozent der Unternehmen berichten von Problemen bei der Besetzung von Stellen für Hochschulabsolventen. Das ist ein Zuwachs von 25 Prozent gegenüber 2007. Jedes sechste Unternehmen gab an, dass ihnen geeignete Bewerber fehlten. Gleichzeitig nahm der Anteil der Unternehmen, die mit Hochschulen kooperieren, im Vergleich zu 2007 von 53 auf 58 Prozent zu.

Diese und weitere Resultate können Sie der Dokumentation zur Unternehmensbefragung unter "Mehr zu diesem Thema" entnehmen.

Stand: Januar 2011

DOKUMENT-NR. 75272

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