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Rahmenvereinbarung MINT
(PDF, 141 KB) (Dokument-Nr.: 14298)
AUS- UND WEITERBILDUNG
MINT Förderprogramm
Mint-Absolventen den Berufsstart erleichtern
Förderprogramm des Landes gestartet
Mit dem Start des Wintersemesters an den baden-württembergischen Hochschulen ist ein Programm in Kraft getreten, mit dem Absolventen der sogenannten "Mint"-Fächer - das sind Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik - unterstützt werden sollen. Davon können auch die Unternehmen profitieren.
Deutschland steht als Niedriggeburtenland vor einem demografischen Wandel, der sich auch dadurch auswirkt, dass in den kommenden Jahren qualifizierte Fachkräfte besonders in den "Mint"-Bereichen der Wirtschaft nicht ausreichend zur Verfügung stehen werden. Schon heute fehlen hier Fachleute, um den Bedarf der Betriebe zu decken. Dieser Umstand wird jedoch durch die Wirtschaftskrise vorübergehend verdeckt, so dass qualifizierte Absolventen dieser Berufe aktuell trotz des eigentlichen Bedarfs der Unternehmen Schwierigkeiten haben, eine Anschlussbeschäftigung zu finden.
Um hier Abhilfe zu schaffen, hat die Landesregierung Baden-Württemberg in Zusammenarbeit mit Wirtschaft und Wissenschaft ein Sofortprogramm zur Beschäftigung von Absolventen sogenannter "Mint"-Fächer ins Leben gerufen, das dem qualifizierten Hochschulnachwuchs neue Perspektiven eröffnen soll.
Neun Millionen Euro Fördergelder
Das Programm hat ein Volumen von rund neun Mio. Euro. Es startete zum Wintersemester 2009/2010 und ist zunächst für 500 Personen ausgelegt, die bis zu einem Jahr mit bis zu je 18.000 Euro gefördert werden können. Das Land unterstützt dabei Beschäftigungsverhältnisse an den Hochschulen in einem Umfang von bis zu 50 Prozent. Anträge auf eine Förderung aus dem Programm können die Hochschulen - keine Einzelpersonen - beim Wissenschaftsministerium stellen. Gefördert werden können Forschungs- und Technologie- transferprojekte und gegebenenfalls auch Promotionsvorhaben.
So können Unternehmen profitieren
Voraussetzung für die Förderung ist, dass eine Kooperationsvereinbarung zwischen einer Hochschule und einem Unternehmen vorliegt, in der sich das Unternehmen zu einem Beitrag verpflichtet, der in zusätzlichen Personal- und Sachmitteln, in Form einer Geräteausstattung oder dem Zugang zu Laborkapazitäten geleistet werden kann. Die Höhe und die Form der Beteiligung werden individuell durch die Hochschule und das kooperierende Unternehmen geregelt. Im Frühjahr 2010 soll anhand der Arbeitsmarktlage und den gewonnenen Erfahrungen über eine Verlängerung des Programms entschieden werden
Ausschreibungsunterlagen im Internet
Die Ausschreibung für das Programm ist auf den Internetseiten des Wissenschaftsministeriums und des Landes zu finden. Das Wissenschaftsministerium wird auch einen Ansprechpartner benennen, der den Hochschulen und Unternehmen für Auskünfte zur Verfügung steht und interessierten Unternehmen einschlägige Kontakte in den Hochschulen vermittelt.
IHKs unterstützen das Förderprogramm
Um eine Abwanderung junger Spezialisten ins Ausland zu verhindern, was einen dauerhaften Verlust dieser Fachkräfte nach sich ziehen könnte, hat die Landesregierung auf Drängen vor allem auch der Wirtschaftsverbände reagiert und mit dem "Innovationsrat Baden-Württemberg" ein Fachgremium mit Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik ins Leben gerufen, welches die Rahmenbedingungen des Sofortprogramms entworfen hat.
Bernd Bechtold, Präsident des Baden-Württembergischen Industrie- und Handelskammertags - kurz BWIHK -, führt als Ratsmitglied aus: "Es ist absehbar, dass in der kommenden Aufschwungphase dringend neue Ingenieure und andere Fachkräfte aus den Mint-Bereichen benötigt werden. Aktuell aber lässt die Auftragslage vieler Betriebe die Neueinstellung von Personal nicht oder nur sehr begrenzt zu. Damit besteht nicht nur die Gefahr, dass die Potenziale vieler Absolventen brach liegen, sondern auch, dass Studienbewerber aufgrund schlechter Perspektiven von den naturwissenschaftlichen und technischen Fächern Abstand nehmen. Dies könnte den Fachkräftemangel mittelfristig noch verstärken."
Um vor allem auch kleinen und mittleren Betrieben die Teilnahme am Mint-Programm zu ermöglichen, findet diese Qualifikation in sehr flexiblen Kooperationsvereinbarungen von Wissenschaft und Unternehmen statt.
Info:
IHK Hochrhein-Bodensee
Dr. Jan Glockauer, Tel.: 07531 2860 131
jan.glockauer@konstanz.ihk.de

