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1. HALBJAHR 2007
Rauchfrei
Die Gastronomen in der Wirtschaftsregion Hochrhein-Bodensee sprechen sich eindeutig gegen ein gesetzliches Rauchverbot in der Hotellerie und Gastronomie aus. Das ergab eine Blitzumfrage der IHK Hochrhein-Bodensee bei den Mitgliedsunternehmen. Nur 6 Prozent der Befragten sind für ein rigoroses Verbot. Der Rest sieht in einer freiwilligen Regelung die bessere Möglichkeit. Man solle zwar in den Betrieben Nichtraucherbereiche einrichten, die Raucher aber nicht vor die Tür schicken, so, wie es seit einiger Zeit in Italien und anderen europäischen Ländern üblich ist.
Das sieht auch der Konstanzer Hotelier Dieter Wäschle so. Zu der Diskussion um eine gesetzliche Regelung sagt der DEHOGA-Präsident der Sektion Schwarzwald-Bodensee: „Wir haben schon genügend Gesetze und Verordnungen für unsere Betriebe. Wir brauchen endlich Entbürokratisierung und nicht immer das Gegenteil davon. Deshalb sind wir gegen ein gesetzliches Rauchverbot!“
Wäschles Betrieb in Konstanz ist schon seit über zehn Jahren zum größten Teil rauchfrei, sowohl bei den Hotelzimmern als auch im Restaurantbereich. Und dennoch gibt bei ihm einen Raucherbereich. Er ist überzeugt, dass diese Regelung auf freiwilliger Basis der richtige Weg ist. „Wenn die Gäste mehr Nichtraucherlokale wünschen, dann wird dies der Markt regeln, denn die Nachfrage regelt das Angebot“, ist Dieter Wäschle überzeugt.
In Südtirol sollen sich durch das dortige generelle Rauchverbot in der Gastronomie die Gästezahlen aus Deutschland deutlich reduziert haben. Immer noch sind 40 Prozent der deutschen Gäste im Gastgewerbe aktive Raucher.

