. .
Illustration

LÄNDERSCHWERPUNKT SCHWEIZ

Ursprungserklärung auf der Rechnung

Zollvorteile werden im Ausland gewährt, wenn ein präferenzieller Ursprung im Verhältnis zum Empfangsland nachgewiesen werden kann. Dies geschieht durch von der Zollverwaltung ausgestellte Warenverkehrsbescheinigungen (EUR.1) oder andere Präferenzpapiere. Für Kleinsendungen (Warenwert in der Regel unter 6.000 Euro) kann stattdessen durch den Ausführer ohne Mitwirkung der Zollverwaltung eine Ursprungserklärung auf einem Handelspapier abgegeben werden.

Der Wortlaut der Präferenzerklärung für den Warenverkehr mit der Schweiz lautet:

Der Ausführer (Ermächtigter Ausführer; Bewilligungs-Nr. ... (1)) der Waren, auf die sich dieses Handelspapier bezieht, erklärt, dass diese Waren, soweit nicht anderes angegeben, präferenzbegünstigte ... (2) Ursprungswaren sind.

Neben der klassischen Ursprungserklärung gibt es auch eine Ursprungserklärung MED. Sie ist alternativ zur klassischen Ursprungserklärung bei Lieferungen in die Staaten anwendbar, die Teil der Pan-Euro-Med Kumulationszone sind. Für die Türkei (landwirtschaftliche Erzeugnisse und EGKS-Waren) ist die Ursprungserklärung MED nicht anwendbar, für alle anderen Erzeugnisse gilt die Lieferantenerklärung EG-Türkei.

Die Ursprungserklärung MED entsteht dadurch, dass dem normalen Wortlaut der Ursprungserklärung der Kumulationsvermerk zugefügt wird.

Der Kumulationsvermerk lautet:

"Er erklärt Folgendes:
O Kumulierung wurde angewendet mit ........... (Name des Landes/der Länder)
O Keine Kumulierung angewendet"

Der Wortlaut der Ursprungserklärung auf der Rechnung und der Ursprungserklärung auf der Rechnung EUR-MED ist je nach Empfangsland unterschiedlich! Die Wortlaute können im Internetangebot der deutschen Zollverwaltung abgerufen werden. Der Link darauf steht neben diesem Text unter "externe Links".

Die Ursprungserklärung MED entspricht inhaltlich der Warenverkehrsbescheinigung EUR-MED. Geben Sie den Kumulationsvermerk nur dann ab, wenn Sie die Voraussetzungen einhalten und nachweisen können, ob bei der Produktion der zu liefernden Waren kumuliert worden ist oder nicht. Kumulation bedeutet, dass der präferenzielle Ursprung nicht innerhalb eines Zollgebietes erarbeitet wird, sondern Vorprodukte aus anderen Gebieten (die ihrerseits einen präferenziellen Ursprung haben) hinzugerechnet werden müssen.

Ursprungserklärungen können grundsätzlich ohne Wertbegrenzung abgegeben werden, d. h. auch für Warensendungen über 6.000 Euro muss keine Warenverkehrsbescheinigung beantragt werden, wenn dem exportierenden Unternehmen die Vereinfachung "Ermächtigter Ausführer" bewilligt worden ist.

DOKUMENT-NR. 8561

  • MEHR ZU DIESEM THEMA

IHK Hochrhein-Bodensee
Schützenstr. 8 - 78462 Konstanz
Postfach 10 09 43 - 78409 Konstanz
Telefon : +49 7531 2860 100
Telefax : +49 7531  2860 165
E-Mail : info@konstanz.ihk.de

IHK Hochrhein-Bodensee
Hauptgeschäftsstelle
E.-Fr.-Gottschalkweg 1 - 79650 Schopfheim
Postfach 12 24 - 79642 Schopfheim
Telefon : +49 7622 3907 0
Telefax : +49 7622 3907 250
E-Mail : info@konstanz.ihk.de

  • IHK SERVICE

Mit dem Formular können Adressen aus dem Mitglieder-Stamm der IHK und aller Handelsregisterbetriebe bundesweit bestellt werden. Die Geschäftsbedingungen für die Bestellung sind ebenfalls enthalten. Download

Formulare und Publikationen für die Außenwirtschaft

Bestellung von Außenwirtschaftsformularen
mehr

Ehrenurkunden für Mitarbeiter(innen)

Ansichtsexemplar und Bestellformular für die Urkunde mehr

Unsere Leitlinien

Den Neugierigen gehört die Welt! Schön, dass Sie dazu gehören.
mehr

  • WIRTSCHAFT IM SÜDWESTEN

  • JAHRESTHEMA 2012

  • THEMA DER WOCHE

16.05.2012

EU-Klimapolitik muss verlässlich bleiben

Die Klimaschutz-Ziele der Europäischen Union schienen geklärt, die für ihre Erreichung erforderlichen Maßnahmen festgelegt. Doch nun mehren sich Vorstöße, die Zielmarken heraufzusetzen und die Regeln für den Emissionshandel zu verschärfen – einmal mehr im europäischen Alleingang. Der DIHK warnt nachdrücklich davor, den Unternehmen in Europa Planungs- und Rechtssicherheit vorzuenthalten und ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit zu gefährden.