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STANDORTPOLITIK

Bosch-Studie ”Unternehmen Familie”

Bosch-Studie "Unternehmen Familie" bestätigt Entscheidungen in der Familienpolitik

Bundesfamilienministerin von der Leyen: "Die Studie zeigt, dass wir in Genshagen den richtigen Weg eingeschlagen haben"

Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen sieht die Entscheidung der Bundesregierung, Absetzbarkeit der Kinderbetreuungskosten und der haushaltsnahen Dienstleistungen erheblich zu verbessern und so gezielt in Familie zu investieren, durch die aktuelle Studie der Bosch-Stiftung "Unternehmen Familie" bestätigt.

Die von Roland Berger Strategy Consultants erstellte Expertise macht deutlich, dass die steuerliche Abzugsfähigkeit für Familien unterstützende Dienstleistungen helfen, Beruf und Familie in Einklang zu bringen. Zudem stellt die Studie heraus, dass der Gedanke, Familie als ein kleines Unternehmen zu betrachten, das Arbeitsplätze schafft sowie Dienstleistungen und Produkte nachfragt und so die Wirtschaft belebt, ein zukunftsweisender Ansatz ist.

"Wenn wir erreichen wollen, dass in Deutschland wieder mehr Kinder geboren werden, müssen wir zuallererst die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessern. Nur so können wir den jungen Menschen die Chance geben, ihre Fähigkeiten am Arbeitsmarkt einzubringen und ihren Kinderwunsch zu erfüllen", sagt Ursula von der Leyen".

Die steuerliche Abzugsfähigkeit von haushaltsnahen Dienstleistungen macht es attraktiv, diese Dienstleistungen nachzufragen, weil es sich für Familien rechnet. Doch vor allem erleichtert sie die Erwerbsbeteiligung von Frauen mit Kindern, weil es sich mehr als zuvor rechnet, dass Mütter berufstätig sind. Bei der neuen gesetzlichen Regelung gewinnen kleine und mittlere Einkommen, weil der Eigenanteil niedriger sein kann. Rückwirkend zum 1. Januar 2006 gilt: Ein Drittel der Kinderbetreuungskosten bezahlen die Familien selbst, dann können sie bis zu 4000 Euro der Kinderbetreuungskosten von der Steuer absetzen. Bisher haben von der Absetzbarkeit vor allem Haushalte mit hohen Einkommen profitiert.

Ein weiterer Baustein der Familienpolitik, der den eingeschlagenen Weg fortsetzt, ist das Elterngeld, das zum 1. Januar 2007 eingeführt wird. Eltern erhalten ein Jahr lang maximal 67 Prozent ihres Nettoeinkommens, wenn sie sich Zeit für ihr Kind nehmen und deshalb im Beruf kürzer treten.

Der weitergehende Ausbau der Kinderbetreuungsangebote, der Aufgabe der Länder und Kommunen ist, ist der dritte Baustein, der es Familien leichter macht, eine Balance zwischen Familie und Beruf zu finden. Um Angebot und Qualität der Betreuung und Förderung zu sichern, werden die Kommunen in 2005 und 2006 durch den Bund mit jährlich 1,5 Milliarden Euro aus den Einsparungen entlastet, die sich bei der Zusammenlegung von Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe ergeben haben.

Die Studie "Unternehmen Familie" finden Sie Internet unter www.bosch-stiftung.de/demographischer_wandel.

Quelle: Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Stand : März 2006

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